Rechtsanspruch auf Steuerberatung
Menschen mit geringem Einkommen haben auch dann ein Recht auf außergerichtliche und kostenlose Rechtsberatung, wenn sie lediglich Fragen zum Steuerrecht haben. Das hat das Bundesverfassungsgericht in Karlsruhe aktuell entschieden. Der entsprechende Teil des sogenannten Beratungshilfegesetzes wurde damit am Donnerstag (30. Oktober) für verfassungswidrig erklärt.
Steueranwalt 2006/2007

Schriftenreihe der Arbeitsgemeinschaft Steuerrecht Hrsg.: Arbeitsgemeinschaft Steuerrecht im Deutschen Anwaltverein. Bearbeitet von Jürgen Wagner LL.M., Rechtsanwalt, Konstanz/Zürich/Vaduz 2007, 174 Seiten ISBN 978-3-415-03831-8 Die Themen des Bandes »Steueranwalt 2006/2007«: * Grenzüberschreitende Sitzverlegung, Verschmelzung, Auf- und Abspaltung von Kapitalgesellschaften von Dr. Andreas Schumacher/Dr. Ingo Stangl, Steuerberater, Flick Gocke Schaumburg, Bonn * Auswirkungen der Reform des Umwandlungssteuerrechts auf nationale Umwandlungsfälle von Dr. Rolf Schwedhelm, Rechtsanwalt und Fachanwalt für Steuerrecht, Streck Mack Schwedhelm, Köln/Berlin/München * Börsennotierte Immobilienkapitalgesellschaften/Real Estate Investment Trust (REIT) von Friedhelm Jacob, Rechtsanwalt und Steuerberater, Hengeler Mueller, Frankfurt/M. * Aktuelle Fragen des Wirtschafts- und Steuerstrafrechts von Prof. Dr. Wolfgang Joecks, Universität Greifswald * Ende der Verlustzuweisungsmodelle und sonstige Änderungen des EStG von Prof. Dr. Thorsten Ehmcke, Universität Münster * Die Reform der Erbschaftsteuer: Umsatzsteuer/Erbschaftsteuer/Unternehmensbesteuerung von Prof. Dr. Roman Seer, Ruhr-Universität Bochum
Praxisleitfaden Internationales Steuerrecht 2008/2009

Hier den aktuellen Tagungsflyer downloaden „Praxisleitfaden Internationales Steuerrecht 2008/2009“ hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft Steuerrecht im Deutschen Anwaltverein. Bearbeitet von Professor Dr. Bert Kaminski, Helmut Schmidt-Universität, Hamburg, Professor Dr. Günther Strunk, Steuerberater, Hamburg, Dr. Martin Wulf, Rechtsanwalt, Fachanwalt für Steuerrecht, Berlin, Andreas Jahn, Rechtsanwalt, Steuerberater, Bonn, und Friedhelm Jacob, Rechtsanwalt, Steuerberater, Frankfurt. Unter Mitarbeit von Jürgen Wagner LL.M., Rechtsanwalt, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht, Konstanz/Zürich/Vaduz 2009, 360 Seiten 55, ISBN 978-3-415-04179-0 Der Leitfaden vermittelt anschaulich die Grundlagen des internationalen Steuerrechts. Bedingt durch die jährliche Erscheinungsweise sind die jeweiligen Entwicklungen von Rechtsprechung, Gesetzgebung und Verwaltungsverlautbarungen aktuell erläutert. Die jeweils angeführten Nachweise ermöglichen eine intensive Auseinandersetzung mit den angesprochenen Sachverhalten. Übersichten und Checklisten verdeutlichen die komplexe Materie. Die Autoren behandeln sowohl einen Inbound-Fall mit den Besonderheiten bei beschränkt Steuerpflichtigen als auch einen Outbound-Fall. Weitere Themen des Praxiswerks sind u.a. die steuerlichen Gestaltungsmöglichkeiten für Unternehmen beim Gang in das Ausland sowie die Umsatzsteuer im Binnenmarkt. Einen besonderen Schwerpunkt die deutschen und ausländischen REITs.
Jahressteuergesetz
Der Finanzausschuss des Deutschen Bundestages hat 8.Oktober 2008 den Entwurf der Bundesregierung für ein Jahressteuergesetz JStG 2009 mit der Mehrheit der Koalitionsfraktionen in geänderter Fassung angenommen. Die Oppositionsfraktionen stimmten gegen das Regelwerk, bzw. enthielten sich. 47 Änderungsanträge hatten vorgelegen.
Erste Anhörung zur Pendlerpauschale
In der mündlichen Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht haben der Bundesminister der Finanzen, Peer Steinbrück, und die Parlamentarische Staatssekretärin Nicolette Kressl am 10. September 2008 für die Bundesregierung dargelegt, dass die geltende gesetzliche Regelung zur steuerlichen Behandlung der Fahrten zwischen Wohnung und Arbeits- oder Betriebsstätte ihrer Meinung nach verfassungsgemäß ist.
Mitarbeiterbeteiligung – Gesetz beschlossen
Das Bundeskabinett hat am 27. August 2008 den Entwurf eines Gesetzes zur steuerlichen Förderung der Mitarbeiterkapitalbeteiligung beschlossen. Durch dieses Gesetz sollen künftig noch mehr Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter die Möglichkeit erhalten, sich an „ihrem“ Unternehmen zu beteiligen.
Liechtensteinprozesse: 7,5 Mio. Strafe & 2 Jahre auf Bewährung
Am 18.07.2008 ist vor dem Landgericht Bochum das erste Strafurteil im Zusammenhang mit den Steuerhinterziehungen unter Verwendung liechtensteinischer Stiftungen gesprochen worden. Der Angeklagte hatte rund EUR acht Millionen an Steuern hinterzogen.
Steueranwaltstag 2008
Steueranwaltstag 2008: 31.10. 01.11.2008 – Berlin Maritim Hotel Fortbildung zu viel diskutierten aktuellen Reformthemen: MoMiG ● Unternehmensteuerreform ● Gewerbesteuer ● Abgeltungsteuer ● BilMoG ●Reform der banden- und gewerbsmäßigen Steuerhinterziehung (§ 370a AO a.F.) ● Erbschaftsteuerreform Am 26.06.2008 wurde das MoMiG das Gesetz zur Modernisierung des GmbH-Rechts und zur Bekämpfung von Missbräuchen verabschiedet und soll Anfang November 2008 in Kraft treten.
Finanzauskünfte dürfen weiter Geld kosten
Ein Professor aus Calw war gegen gebührenpflichtige Finanzauskünfte vor Gericht gezogen. Der Staat könne nicht gleichzeitig Gebühren für Auskünfte erheben, wenn er selbst für die Kompliziertheit des Steuerrechts zuständig sein. Das FG Baden-Württemberg hat jetzt klar gestellt: Finanzämter dürfen für verbindliche Steuerauskünfte Gebühren erheben, um die Verwaltungsausgaben zu decken.
EU-Steuerrecht nach dem Lidl-Urteil
Kaum ein Thema hat im Bereich des europäischen Steuerrechts so große Bedeutung wie „Grenzüberschreitende Verlustverrechnung“ und die Befürchtung der EU-Mitgliedsstaaten, dass neue Regelungen ihre Souveränität beeinflussen könnten die Mitgliedstaaten fürchten um ihre Steuersouveränität. Das „Lidl“-Urteil des Europäischen Gerichtshofs (Az.: C-414/06; F.A.Z. vom 21. Mai) ist aus Sicht der Steuerpflichtigen eher ernüchternd ausgefallen. Es stellt klar: Wenn Gewinne einer ausländischen Betriebsstätte nach einem Doppelbesteuerungsabkommen von der inländischen Besteuerung freigestellt, können ausländische Betriebsstättenverluste danach im Inland nur abgezogen werden, wenn die Niederlassung im Ausland definiv gescheitert sind.