Steuerrecht im Deutschen Anwaltverein

Steuerrecht beim Deutschen Anwaltstag

Die ARGE Steuerrecht präsentierte sich auf dem DAT 2011 wieder mit einem auf die anwaltliche Tätigkeit bezogenen Thema. Im anwaltlichen Arbeitsalltag stellen sich umsatzsteuerliche Fragen, sobald der Anwalt von Deutschland aus für einen ausländischen Mandanten tätig wird. Zu entscheiden ist, ob die konkrete Leistung mit deutscher Umsatzsteuer in Rechnung zu stellen ist, ob die Regelungen über die Umkehr der Steuerschuld („reverse charge“) eingreifen oder ob es sich um eine insgesamt nicht steuerbare Dienstleitung handelt.

12. Steueranwalt International

Steueranwalt International am 6. und 7. Mai 2011 auf Mallorca – Neues Konzept Nachdem das Seminar Steueranwalt International im vergangenen Jahr 2010 wegen des Flugverbots infolge der von Island über Europa hinweg ziehenden Aschewolke kurzfristig abgesagt wurde, bot die AG Steuerrecht im DAV den Teilnehmern des diesjährigen Steueranwalt International 2011 ein neues Konzept.

Falsche Kilometer-Angaben können Steuerhinterziehung sein

Mit Urteil vom 29. März 2011 zur Einkommensteuer 1996 bis 2005 (Az.: 3 K 2635/08) hat das Finanzgericht (FG) Rheinland-Pfalz zu der Frage Stellung genommen, welche steuerlichen Folgen aus überhöhten Entfernungsangaben (Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte) gezogen werden können. Im Streitfall erzielte die Klägerin als kaufmännische Angestellte Einkünfte aus nichtselbständiger Arbeit.

steueranwaltsmagazin 2/2011 online

Das zweite steueranwaltsmagazin des Jahres 2011 ist online. Themen sind u.a. „Das revidierte DBA USA: Neuland beim Methodenartikel“ (Jacob), „Ein europarechtlicher Überblick über die Besteuerung von Dividenden“ (von Brocke), „Neues zur Dienstwagenbesteuerung bei Fahrten zwischen Wohnung und Arbeitsstätte“ (Gierlich), „BFH-Vorlage an den EuGH: Erbschaftsteuerliche Benachteiligung von Drittstaaten-Betriebsvermögen gemeinschaftsrechtswidrig?“(Oppel), „Die Beteiligung an der ausländischen Steuerhinterziehung und ihre Folgen im Inland“ (Spatschek/Höll). Im Redaktionsteam zeichnet Jürgen Wagner, LL.M., verantwortlich. Weitere Redaktionsmitglieder sind Kirsten Bäumel und Dr. Jennifer Dikmen. Hier das steueranwaltsmagazin 2/2011 herunter laden

Reform des § 371 tritt in Kraft

Das Gesetz zur Verbesserung der Bekämpfung der Geldwäsche und der Steuerhinterziehung, das so genannte Schwarzgeldbekämpfungsgetz, hat nun doch schneller als erwartet die letzten Hürden genommen. Das Gesetz zur Reform des Paragrafen 371 wurde am 28. April durch den Bundespräsidenten unterzeichnet. Das Gesetz tritt am Tag nach der Veröffentlichung im Bundesanzeiger in Kraft. Die Veröffentlichung erfolgte bereits am 2. Mai, so dass für alle ab dem 3. Mai bei den Behörden eingehenden Nacherklärungen die neue und verschärfte Fassung von § 371 AO Anwendung findet.

Zeitplan zur Verschärfung der strafbefreienden Selbstanzeige (§ 371 AO)

Der Gesetzgeber hat mit dem Schwarzgeldbekämpfungsgesetz eine Verschärfung der Regelungen über die strafbefreiende Selbstanzeige nach § 371 AO beschlossen. Das Gesetz ist am 17.3.2011 im Bundestag verabschiedet worden (BT-Drucksache 17/5067) und hat am 15.4.2011 den Bundesrat passiert.  

Steueranwalt International 2011

Der 12. Steueranwalt International fand in diesem Jahr wieder auf der Ferieninsel Mallorca statt Hier den Bericht zur Tagung lesen Hier Bilder zur Veranstaltung ansehen Hier den Tagungsflyer downloaden Hier den Tagungsband ansehen

Erleichterung für Japanspenden

Das Bundesfinanzministerium hat alle Vorgaben des Bundes, um Spenden nach Japan einfacher und effektiver zu machen, in einem offiziellen BMF-Schreiben zusammen gefasst. Durch die Naturkatastrophen und die daraus resultierenden weitergehenden Folgen, insbesondere die Nuklearkatastrophen, sind in großen Teilen Japans erhebliche Schäden zu verzeichnen. Im Einvernehmen mit den obersten Finanzbehörden der Länder werden die zur Unterstützung der Opfer getroffenen Verwaltungsregelungen in diesem Schreiben zusammengefasst. Sie gelten vom 11. März bis zum 31. Dezember 2011.

EU kritisiert Erbschaftsteuerbestimmungen

Die Europäische Kommission hat Deutschland förmlich aufgefordert, seine Erbschaft- und Schenkungsteuerbestimmungen zu ändern, weil damit Bewohner anderer EU-Mitgliedstaaten diskriminiert werden, was einen Verstoß gegen das EU-Recht auf freien Kapitalverkehr darstellt. Die Aufforderung der Kommission ergeht in Form einer „mit Gründen versehenen Stellungnahme“, dem zweiten Schritt eines EUVertragsverletzungsverfahrens. Sollte die Kommission binnen zweier Monate keine zufriedenstellende Antwort erhalten, kann sie Deutschland beim Europäischen Gerichtshof verklagen.