Sonderausgabenabzug für Steuerberatungskosten darf nicht gestrichen werden
Der DAV wendet sich gegen die steuerrechtliche Ungleichbehandlung von Personen- und Kapitalgesellschaften. Der Entwurf eines Gesetzes zum Einstieg in ein steuerliches Sofortprogramm sieht u. a. vor, dass der Sonderausgabenabzug für Steuerberatungskosten künftig wegfallen soll. Das trifft vor allem Arbeitnehmer. Abzugsfähig bleiben Steuerberatungskosten, die Betriebsausgaben oder Werbungskosten darstellen. Doch für Personengesellschaften (z.B. GbR, KG und oHG) greift diese Ausnahme nur zum Teil.
Alle Änderungen bis 2008
Die Zeitschrift "Consultant" hat die Steuerrechtsänderungen 2006- 2008 zusammengefasst. Lesen Sie den kompletten Artikel aus der Ausgabe 12/2005. Artikel hier aufrufen
Maßnahmepaket zum Abbau ungerechtfertigter Steuervergünstigungen auf den Weg gebracht
Zur Zustimmung des Bundeskabinetts zu Entwürfen von Formulierungshilfen für zwei Gesetze der Fraktionen der CDU/CSU und SPD erklärt das Bundesministerium der Finanzen: "Mit den heutigen Beschlüssen hat das Bundeskabinett zwei entscheidende Vorhaben zum Abbau ungerechtfertigter Steuervergünstigungen gebilligt und damit unterstrichen, dass die Umsetzung des Koalitionsvertrags unverzüglich begonnen wird."
Steuerstundungsmodelle
Zum Beschluss einer Formulierungshilfe für ein Gesetz zur Beschränkung der Verlustverrechnung im Zusammenhang mit Steuerstundungsmodellen der Fraktionen der CDU/CSU und SPD durch das Kabinett erklärt das Bundesministerium der Finanzen (wir zitieren im Wortlaut): "Immer mehr Steuerpflichtige versuchen, ihre Steuerbelastung durch Zeichnung von so genannten Steuerstundungsmodellen zu reduzieren. Dabei handelt es sich um Fonds in Form von Personengesellschaften, die ihren Anlegern in der Anfangsphase hohe Verluste zuweisen.
Einkünfte und Bezüge volljähriger Kinder
In Sachen Berücksichtigung der Pflichtbeiträge des Kindes zur gesetzlichen Sozialversicherung bei der Prüfung, ob der Jahresgrenzbetrag nach §–Paragraf 32 Abs.–Absatz 4 Satz 2 Einkommensteuergesetz überschritten ist; hat das Bundesverfassungsgerichts mit Beschluss vom 11. Januar 2005 – 2 BvR 167/02 – Hierzu: BMF-Schreiben vom 18. November 2005 – IV C 4 – 2282 – 27/05 – ein BMF-Schreiben veröffentlicht. Download: Einkünfte und Bezüge volljähriger Kinder
Einkünfte und Bezüge volljähriger Kinder
In Sachen Berücksichtigung der Pflichtbeiträge des Kindes zur gesetzlichen Sozialversicherung bei der Prüfung, ob der Jahresgrenzbetrag nach §–Paragraf 32 Abs.–Absatz 4 Satz 2 Einkommensteuergesetz überschritten ist; hat das Bundesverfassungsgerichts mit Beschluss vom 11. Januar 2005 – 2 BvR 167/02 – Hierzu: BMF-Schreiben vom 18. November 2005 – IV C 4 – 2282 – 27/05 – ein BMF-Schreiben veröffentlicht. Download: Einkünfte und Bezüge volljähriger Kinder
Offene Verteilerliste beim BMF
Die aktuellen Presse-Informationen des Bundesministeriums für Finanzen werden in aktueller Version mit einer offenen Verteilerliste herausgegeben. Heißt: Wer hier auf "Allen Antworten" klickt und eine Mail sendet, setzt damit eine Lawine in Gang, weil der komplette Verteiler des BMF dann damit beliefert wird. Jede Antwort darauf informiert wiederum alle. www.steuerrecht.org empfiehlt zur Eindämmung der Mail-Flut, Mails aus diesem Verteiler nicht zu beantworten.
Infos Eigenheimzulage
Mit der vorgesehenen Abschaffung der Eigenheimzulage wird der Weg des umfassenden Abbaus nicht mehr gerechtfertigter steuerlicher Subventionen und Ausnahmetatbestände konsequent fortgesetzt, so die aktuelle Aussage des Bundesfinanzministeriums. Ziel sei es, die nicht mehr zeitgemäße steuerliche Förderung von Wohneigentum nach dem Eigenheim-Zulagengesetz in Zukunft einzustellen.
Koalitionsvertrag
Aus "Steuersicht" werden im Koalitionsvertrag folgende Vorhaben angesprochen. Wir zitieren aus dem Vertrag. Quelle: www.bundesregierung.de. Das Marktanreizprogramm für Erneuerbare Energien wird in den kommenden Jahren verstärkt (2004: 200 Mio. €; 2005: 220 Mio. €; 2006: 230 Mio. €). Die Mehrwertsteuerbefreiung für Flüge in andere EU-Länder wird aufgehoben. Die steuerliche Begünstigung des produzierenden Gewerbes im Rahmen der Ökosteuer wird vermindert. Die Eigenheimzulage für Alt- und Neubauten wird angeglichen und auf Familien mit Kindern konzentriert. Dabei wird weiterhin eine Ökozulage gewährt. Die KfZ-Steuer wird gemeinsam mit den Ländern aufkommensneutral ökologisch weiterentwickelt (CO2 als Bemessungsgrundlage). Um eine ökologisch sinnvolle Besteuerung der Energieträger nach dem jeweili-gen Energiegehalt zu erreichen, wird die Besteuerung von Gas angepasst. Dabei wird sichergestellt, dass der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung auf Basis der Selbstverpflichtungen der deutschen Wirtschaft und des KWK-Gesetzes nicht gefährdet wird. Auf europäischer Ebene werden wir uns weiter für eine Kerosinbesteuerung im Flugverkehr einsetzen. Die Steuerermäßigung für Erdgasautos im Verkehr wird bis zum Jahre 2020 fortgeschrieben. Wir werden die Umstrukturierung des deutschen Steinkohlebergbaus fortführen und über Verhandlungen mit den Bergbauländern, dem Bergbau und der IGBCE die Finanzierung des deutschen Steinkohlebergbaus im Zeitraum von 2006 bis 2010 sichern. Der Beitrag aus dem Bundeshaushalt – der heute 3,05 Mrd. €. beträgt und der bis 2005 auf 2,17 Mrd. € absinken wird – wird sich dann weiter degressiv entwickeln. Hier den Vertrag downloaden
Aktuelles aus Rheinland-Pfalz
Das FG Rheinland-Pfalz befasst sich in aktuellen Entscheidungen mit interessanten Aspekten des Steuerrechts, z.B. inweit ein Schaden durch das Abrutschen eines Hanges als "außergewöhnliche Belastung" anzusehen ist. Hier Entscheidungen ansehen