steueranwaltsmagazin
Streit um Retrozessionen, anlaßunabhängige Sonderuntersuchung nach § 62 b WPO und die Gestaltung der GmbH-Satzung unter steuerlichen Gesichtspunkten sind nur drei der interessanten Themen, mit denen sich das steueranwaltsmagazin 6/2009 befasst. Die letzte Ausgabe des Jahres ist unter Downloads als pdf abspeicherbar.
Der „Soli“ wackelt
Der nachwievor umstrittene Solidaritätszuschlag soll nach den aktuell erhobenen Zweifeln des Finanzgerichts Niedersachsen an dessen Verfassungsmäßigkeit ab sofort nur noch unter Vorbehalt erhoben werden.
EuGH – Urteil „Deutsche Shell“
Der EuGH hat in seinem Urteil lediglich über eine Rechtsfrage entschieden, die sich in dem vorliegenden Streitfall im Zusammenhang mit der Einstellung der Tätigkeit einer Betriebsstätte im EU-/EWR-Ausland gestellt hat. Der Nachweis, dass in einem konkreten Einzelfall ein Währungsverlust vorliegt, der in Deutschland berücksichtigt werden muss, obliegt nach § 90 Absatz 2 AO dem Steuerpflichtigen.
15. Steueranwaltstag 2009
Den Schwerpunkt der Veranstaltung bildeten das Erbschaftsteuerrecht, das Steuerstrafrecht und die Unternehmenssanierung. Unternehmensverbundene Stiftungen, umsatzsteuerliche Organschaften in der Insolvenz und die steuerliche Behandlung von Verlusten nach der Unternehmensteuerreform waren weitere praxisrelevante Themen.
Eigenheimzulage bei Trennung der Ehegatten
Ein Steuerpflichtiger hat Anspruch auf Eigenheimzulage für ein von ihm erworbenes oder errichtetes Haus, wenn er es selbst nutzt oder unentgeltlich an einen Angehörigen überlässt. Im Falle der Trennung von Ehegatten, die für ein gemeinschaftlich erworbenes oder errichtetes Haus Eigenheimzulage erhalten haben, hat der Ehegatte, der aus dem Haus auszieht, dementsprechend nur dann weiterhin Anspruch auf die seinem Miteigentumsanteil entsprechende Hälfte der Eigenheimzulage, wenn er seine Hälfte des Hauses dem anderen Ehegatten unentgeltlich überlässt.
Praxisleitfaden internationales Steuerrecht 2009/2010

Steueranwalt International 2009/2010 hrsg. von der Arbeitsgemeinschaft Steuerrecht im Deutschen Anwaltverein. Bearbeitet von Jürgen Wagner LL.M., Rechtsanwalt, Fachanwalt für Handels- und Gesellschaftsrecht, Konstanz/Zürich/Vaduz 2009, 226 Seiten 49,– Euro ISBN 978-3-415-04348-0 Dieser Band enthält die aktualisierten und ergänzten Vorträge, die im Rahmen der Veranstaltung Steueranwalt International 2008/2009 vom 23. bis 25. April 2009 in Palma de Mallorca gehalten wurden. Damit erhalten Steuerpraktiker wieder aktuelle Informationen aus dem Bereich des Internationalen Steuerrechts, verbunden mit einer Darstellung der Entwicklung der Rechtsprechung.
steueranwaltsmagazin – Jubiläumsausgabe zum 50.
Im Downloadbereich von www.steuerrecht.org ist auch die 50. Ausgabe des steueranwaltsmagazin downloadbar. Nr. 50 ist eine Jubiläumsausgabe und sieht dem Anlass entsprechend natürlich anders aus, als die Leser dies gewöhnt sind. Wir haben unsere Mitglieder darum gebeten, etwas über Steuern zu schreiben, was man schon immer über Steuern schreiben wollte. Und über 20 Fachleute haben dies auch getan.
Arbeitszimmer wieder absetzbar
Bundesdeutsche Finanzämter wurden jetzt vom Bundesfinanzministerium darüber informiert, dass ab sofort gemäß einer Entscheidung des Bundesfinanzhofes die steuerliche Absetzbarkeit eines Arbeitszimmers wieder gegeben ist. Lehrer und vergleichbare Berufsgruppen dürfen die voraussichtlichen Kosten von bis zu 1250 Euro vorerst als Freibetrag auf der Steuerkarte eintragen lassen.
Geringverdienender Ehegatte kann Aufteilung der Steuerschuld beantragen
Ehegatten werden regelmäßig zusammen zur Einkommensteuer veranlagt; die Steuerschuld schulden sie dann als Gesamtschuldner, d.h. wenn es zu einer Nachzahlung kommt, kann jeder für die volle Summe in Anspruch genommen werden. Gleichwohl kann jeder Ehegatte nachträglich die Aufteilung der gemeinsamen Steuerschuld beantragen. Dann wird berechnet, inwieweit die gemeinsame Steuerschuld der Ehegatten auf die einzelnen Ehepartner entfällt.
Steuerrecht beim 60. Deutschen Anwaltstag in Braunschweig
Das 60-jährige Bestehen des Grundgesetzes am 23. Mai 2009 war der Anlass, den 60. Deutschen Anwaltstag zur gleichen Zeit auszurichten und unter das Motto 60 Jahre Grundgesetz den Rechtsstaat gestalten zu stellen. Die übliche Reihenfolge der Veranstaltungen wurde geändert, weil die Wahl des Bundespräsidenten am 23. Mai 2009 stattfand. Horst Köhler wurde zum zweiten Mal zum Bundespräsidenten gewählt. Nicht nur die Zentralveranstaltung am Donnerstagvormittag und die Schwerpunktveranstaltung am Freitag wurden diesem Thema gewidmet. Auch die Arbeitsgemeinschaften und Ausschüsse setzten sich mit verfassungsrechtlichen Themen auseinander.